„I am Foto Soyka“ steht in großen Buchstaben am Geschäftsportal. Foto Soyka auf der Praterstraße ist eine Institution. Seit Generationen werden hier Bilder aller Art entwickelt und gemacht. Oder die passenden Geräte verkauft, um selbst die besten Motive festzuhalten. Nach 54 Jahren wird Thomas Soyka künftig „I was Foto Soyka“ sagen. Die Übergabe hat er bestens vorbereitet und vollzogen. Sein Nachfolger Louai Abdul Fattah hat Anfang 2026 die Firma übernommen.
Familiär geprägt
„Bei uns in der Familie hat sich immer alles um Fotografie gedreht. Meine Eltern hatten in Damaskus drei Fotogeschäfte. Da habe ich als Kind schon viel mitbekommen. Und es hat mich immer sehr interessiert“, erzählt der 29 Jahre alte Jungunternehmer, der 2015 nach Österreich kam. Zunächst arbeitete er als technischer Zeichner in einem Architekturbüro. 2019 meldete er daneben ein Gewerbe als Fotograf an. Vier Jahre später fand er dann ein kleines Fotostudio im 10. Bezirk. Parallel zu seinem Job begann er als Portrait- und Eventfotograf zu arbeiten.
Große Motivation und viele Ideen
„Ich wollte eigentlich immer etwas Größeres. In einer Nachfolgerbörse habe ich dann gesehen, dass Thomas Soyka jemanden sucht, der das Geschäft übernehmen kann.“ Eine Gelegenheit, die der ambitionierte Fotograf nutzte. „Ich wohne im zweiten Bezirk und bin an diesem Geschäft oft vorbeigegangen. Und manchmal habe ich mir gedacht, das wäre genau das Richtige für mich. Dass sich dann diese Chance wirklich ergeben hat, freut mich besonders.“ Anfang 2026 startete er dann mit vielen Plänen und großer Motivation in die Selbstständigkeit: „Das alte Fotostudio wird gerade renoviert und dann reaktiviert. Ich habe eine Fotobox zum Vermieten für Hochzeiten oder Veranstaltungen. Und ich biete auch digitale Fotobearbeitung mit KI an. Zum Optimieren von Portraits oder auch zum Digitalisieren und Colorieren von alten analogen Fotos.“
Perfekter Standort mit viel Frequenz
Die Praterstraße sieht der Jungunternehmer als optimalen Standort: „Es gibt viel Laufkundschaft und auch die Radfahrer*innen sind durch den neuen Radweg mehr geworden. Das passt wunderbar.“ Auch bei der Langen Nacht der Praterstraße am 11. Juni wird sich Louai Abdul Fattah aktiv beteiligen. Er ist regelmäßig bei den Z‘samm-Tischen dabei und freut sich über die Gelegenheit, seine Ideen einzubringen und andere Unternehmer*innen aus dem Quartier kennenzulernen.